Workshop Racism and Media

Thema: Rechtsextremismus, Medien

Ziel: Vermittlung von Kompetenzen in der virtuellen Welt

Zeit: 90 min

Pädagogische Ziele:

  • Sensibilisierung gegen die Ideologie der Ungleichwertigkeit als Kern des Rechtsextremismus am Beispiel von Beiträgen, Kommentaren und Videos auf Facebook
  • Sensibilisierung für die Anerkennung individueller Lebensentwürfe
  • Stärkung in Handlungsmöglichkeiten von Jugendlichen gegen Menschenfeindlichkeit

Gruppengröße: 10-25 Kinder/Jugendliche

Anzahl der benötigten Projektmitarbeiter: 2

Equipment: Moderationskoffer, Beamer, Laptop, Internetzugang, Plakate, eventuell Pinnwand

Vorbereitung: Für die Übung „Leute vom gleichen Schlag“ müssen Kärtchen mit den entsprechenden Buchstaben beschrieben werden.

Nachbereitungszeit: keine

Download:

Der Workshop ist grundsätzlich für gemischte Gruppen (Jugendliche mit und ohne Förderschwerpunkt Lernen) konzipiert und erprobt. (!)

Als Vorstellungsrunde wird das „Apfelspiel“ durchgeführt.

Jeder Teilnehmende (TN) stellt sich vor und soll beschreiben, was für ihn/sie ein Apfel kennzeichnet. Die Aussagen zu den Äpfeln werden auf einem Flipchart notiert.

Anschließend bekommt jeder TN einen Apfel. Dann sollen die TN ihren individuellen Apfel beschreiben. Die neuen Beschreibungen werden den vorherigen Aussagen gegenübergestellt.

In der Reflexion kann darauf eingegangen werden, wie wir von Dingen, Situationen und Menschen oftmals ein pauschales Bild im Kopf haben. Wir reduzieren manche Menschen auf ein Merkmal und stecken sie gerne wegen einem Merkmal in eine „Schublade“. Doch der individuelle Mensch hat viele Merkmale und Facetten, die ihn auszeichnen.

Die TN werden in Kleingruppen eingeteilt. Jede Gruppe erhält einen Facebook-Beitrag.

Downloads:

Die TN sollen in kleinen Gruppen diskutieren welche Denkweise und welche Feindbilder hinter den Beiträgen stecken. Sie sollen auch diskutieren wie diese Kommentare auf sie selbst und auf mögliche Opfer wirken.

Die TN stellen ihre Ergebnisse vor. Anhand der Ergebnisse ordnen die Workshopleiter die rechtsextremen Ideologien ein. Die Wokrshopleiter zeigen auf, dass diese Posts nicht nur von Leuten aus der rechten Szene stammen, sondern Ungleichwertigkeitsdenken auch in der „Mitte“ der Gesellschaft zu finden ist.

In der Reflexion wird die rechtsextremen Ideologieelemente hinterfragt und deutlich gemacht, dass diese Elemente auch in der „Mitte“ der Gesellschaft zu finden sind.

Ebenso wird diskutiert welche Wirkungen diese Beiträge erzielen.

Download:

Die rechtsextreme Ideologie setzt auf kulturelle und ethnische Homogenität. Alle sollen gleichgeschaltet sein. Der Gegenentwurf dazu ist eine vielfältige Gesellschaft. Diese bringt oftmals viele Vorteile und ermöglicht die Entfaltung des individuellen Lebensentwurfs. Dies soll die letzte Übung „Leute vom gleichen Schlag“ verdeutlichen

Es werden von den Workshopleitern Kärtchen vorbereitet. Auf den Kärtchen steht jeweils ein Buchstabe aus dem Wort „Vielfalt“. (In kleineren Gruppen kann auch ein kürzeres Wort bspw. „Bunt“ verwendet werden.) Jede Person erhält eine Karte.Die Gruppe wird danach aufgefordert Teams mit je acht Mitgliedern (bzw. Anzahl der Buchstaben des gewählten Begriffs) zu bilden. Meistens bilden sich Teams mit denselben Buchstaben. Nachdem die Teams gebildet wurden geben die Workshopleiter den Auftrag mit den Buchstabenkarten so viele Worte wie möglich zu bilden. Dabei merken die TN, dass es vorteilhafter gewesen wäre, durchmischte Teams zu bilden.

In der Reflexion kann auf die Bedeutung von Vielfalt im Gegensatz zur Homogenität eingegangen werden. Dabei spielt auch Anerkennung des Rechts auf den individuellen Lebensentwurfs eines Menschen eine wichtige Rolle.

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