Erstellung eines Trailers mit dem iPad

Thema: offen

Ziel: Erstellung eines Trailers mit Hilfe der App iMovie
Vorteil des Formats: Es muss nicht anschlussfähig gedreht werden und man kann nach kurzer Zeit ein Ergebnis begutachten. Auch stärker beeinträchtigte Kinder/Jugendliche können im Film auftreten, da es keine Sprechrollen gibt und mit wenig Aufwand ein großer Effekt erzielt werden kann.

Eignet sich besonders bei impulsiven und ungeduldigen Gruppen.

Zeit: ca. 2,5-6 Stunden, in 1-3 Treffen

Pädagogische Ziele:

  • Reflexion zu Film- und Werbeindustrie (nur mit Jugendlichen möglich)
  • Analyse und Kritik von Filmgenres
  • Erprobung der Arbeit in heterogenen Gruppen
  • Erwerb von Kompetenzen im Umgang mit iPad
  • Aufbereitung von gesellschaftlich relevanten Themen

Gruppengröße: max. 5 Kinder oder Jugendliche pro Tablet

Anzahl der benötigten Projektmitarbeiter: min. 2, bestenfalls eine Betreuungskraft pro Gruppe

Equipment: iPad, zusätzliches Ansteckmikro für das Pad, Plakate oder Flipchart-Bögen, Textmarker

Vorbereitung: Absprachen mit Kooperationspartnern besonders in Bezug auf die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmer, Auswahl der Gruppe (in Kooperation mit Projektpartner), Auswahl der Projekträumlichkeiten, Einverständniserklärungen (Bildrechte müssen bei Eltern eingeholt werden)

Nachbereitungszeit:  Export des Filmes und Hochladen auf ein Medienportal ca. 10min., Organisation und Durchführung einer Premierenfeier, insgesamt ca. 5-10 Stunden je nach Umfang


Zunächst wird den Teilnehmern das Vorhaben geschildert. Die Erstellung eines eigenen Trailers. Dabei stellt sich die Frage: Was ist überhaupt ein Trailer? !

[! Optional: Wenn genügend Zeit vorhanden ist und die räumlichen Gegebenheiten es zulassen und die Gruppe interessiert ist, können auch einige Trailer angeschaut werden, um die Erarbeitung der Merkmale von Filmtrailern zu erleichtern. Die Jugendlichen dürfen die Beispiel-Trailer selbst auswählen. Wichtig ist, dass unterschiedliche Genre (z.B. Horror, Krimi, Liebesfilm, Familienfilm, romantische Komödie, Science Fiction, Abenteuerfilm etc.)  gewählt werden um Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten.]

Download:
Was ist überhaupt ein Trailer? !
Optional – Teilnehmerblatt !
• Optional – Lösungsblatt !


Eine ausführliche Einführung zu Einstellungsgrößen und Perspektiven kann vernachlässigt werden, da in der App verschiedene Größen bei den jeweiligen Einstellungen als Anregung angegeben werden. Wenn man sich nicht an die Vorgaben halten will oder kann, sollte man das Thema Einstellungsgrößen und Perspektiven kurz anreißen und folgende Regel beachten: Vor allem in Trailer möglichst oft die Einstellungsgröße ändern und niemals zweimal hintereinander die gleiche Einstellungsgröße und Perspektive verwenden!

Download:

• Einstellungsgrößen


Wenn diese Frage geklärt ist, sollte eine Aussage entwickelt werden, die man sozusagen betrailern bzw. bewerben möchte. Diese kann in die jeweilige Gruppe angepasst werden. Aus dem Inhalt der Aussage sollte sich ein Claim oder Slogan ableiten lassen, den man wie in der Werbung am Ende des Trailers als Zentralaussage und eventuellen Appell an den Zuschauer gerichtet wird. (Beispiele zum Thema Inklusion: Wir lernen am besten alle gemeinsam! Respekt lohnt sich! Vielfalt ist besser als Einfalt! Zusammen sind wir stark!)

Das Thema kann natürlich frei gewählt werden eventuell ist im Rahmen von Projektwochen an Schulen oder Ferienfreizeiten in freien Einrichtung ein Thema vorgegeben, welches aufgegriffen werden kann.


Der Inhalt des Slogans gibt nun auch vor welche Art von Trailer man als Grundlage verwenden kann. Die App iMovie bietet 14 verschiedene Trailer-Templates an. Um sie zu suchen, öffnet man zunächst die App.

1. Bildschirmfoto 2015-08-25 um 12.38.10

Tippt dann auf das „+“ in der Oberen rechten Bildecke.

2. Bildschirmfoto 2015-08-25 um 12.38.21

Wählt nun „Trailer“

3. Bildschirmfoto 2015-08-25 um 12.38.28

Und sieht anschließend das Auswahlmenü:

4. Bildschirmfoto 2015-08-25 um 12.38.38

In den Gruppen können nun die verschiedenen Trailer-Templates angeschaut werden und festgelegt werden, welches Template verwendet werden soll. Die Entscheidung sollte bestenfalls als demokratischer Prozess durch Abstimmung erfolgen. Ist die Wahl getroffen, klickt man auf „Erstellen“. Es erscheint links die Übersicht und rechts das Vorschaufenster.
5.Bildschirmfoto 2015-08-25 um 12.38.44

In der Übersicht können der Name des Films, Darsteller, Studio, Regie, Schnitt, Drehbuch, Produzent, Kamera, Produktionsdesigner, Kostümbildner, Casting und Musik ausgewählt werden. Hier sollten zum Ende alle Namen der Teilnehmer einen Platz finden, weil dies die Grundlage der Einblendung im Abspann des Trailers ist.

[Optional: Bei Bedarf kann man an dieser Stelle einen Exkurs zum Thema Filmproduktion ! machen.]

Klickt man auf Storyboard erscheint auf der linken Seite das Storyboard. Die Überschriften können hier verändert werden und auf die zu vermittelnde Botschaft angepasst werden. Sie entsprechen später den Einblendungen im Film.

Download:

Optional – Filmproduktion !


Im rechten Fenster sieht man das Kamera-Tool. Es kann also direkt aus der App heraus gefilmt werden.

6. Bildschirmfoto 2015-08-25 um 12.38.52


Doch bevor man mit dem Filmen beginnen kann, muss das Storyboard ausgearbeiteten werden. Dazu sollte man sich das Storyboard des ausgewählten Trailers auf ein Papier übertragen und dann die jeweiligen geplanten Einstellungen kurz skizzieren (Wer und was ist im Bild zu sehen? Welche Einstellungsgröße? Aus welcher Perspektive? Sind Requisiten notwendig? Wenn ja, welche?). Man kann dies in der Gruppe gemeinsam besprechen. Dieser Teil der Arbeit erfordert erfahrungsgemäß die meiste Zeit. 1,5 Stunden sollten hierfür eingeplant werden.


Rollenverteilung: Wie es die Übersicht in der App schon vorgibt, werden verschiedene Rollen in einem solchen Projekt gebraucht. Es müssen Darsteller dabei sein, die selbstverständlich bereit sein müssen vor der Kamera zu agieren. Ein Kameramann ist für die Handhabung des Tablets zuständig. Einen Regisseur achtet darauf, dass der Kameramann  und die Darsteller das Drehbuch richtig umsetzen. Sind für die Umsetzung einer Filmidee Kostüme und Requisiten nötig müssen diese entweder im Vorfeld von der medienpädagogischen Projektleitung oder aber von den Teilnehmern selbst zu einem zweiten oder dritten Termin mitgebracht werden. Bei aufwendigeren Produktionen können die Kostüme selbstverständlich  von einem Kostümbildner-Team selbst angefertigt werden (diese Modulation des Projektes vergrößert entsprechend die Laufzeit des Projektes).


Ist das Storyboard angelegt, die Rollen verteilt und die Requisiten an Ort und Stelle, kann man mit dem Filmen loslegen. Es kann nun Einstellung nach Einstellung hintereinander weg gedreht werden. Ist eine Einstellung gedreht, kann der entsprechende Ausschnitt mit dem gelben Regler ausgewählt und in den Trailer integriert werden (siehe oben). Da die Einstellungen sehr kurz sind, dauert dies normalerweise bei guter Vorbereitung nicht länger als 1 Stunde für den kompletten Trailer.

Advertisements