Modellprojekt „Es geht auch anders. Ein inklusives Medienprojekt.“

Das Modellprojekt zielt auf die Förderung der Medienkompetenz von Jugendlichen mit und ohne (geistiger) Behinderung. Der Förderzeitraum des Projektes beginnt Oktober 2016 und endet März 2019. 3 „Bildungsbausteine“ für gemischte Gruppen werden angeboten:


„Medien und ihre Nutzung“

Der eigene Umgang mit digitalen Medien und Unterschiede in der Gruppe werden deutlich gemacht. Eigene Nutzungsmuster mit ihren Risiken und Chancen, Vor- und Nachteile eigener Suchstrategien werden behandelt.

„Meinungsbildung und Vorurteile“

Die eigene Meinungsbildung und ihre Abhängigkeit, wie Medien genutzt werden, ist Thema in der Gruppe, ebenso Vorurteile mit ihren Wertungen. Über erlebte Diskriminierungen und Frustrationen wird gesprochen.

„Kunst und Theater“

Möglichkeiten des Selbstausdrucks z.B. über Tanz, Video, Musik, Theater werden geübt. Nach vorherigen Absprachen ist es möglich, z.B. Musiker oder einen Fotograf einzuladen. Später entscheidet die Gruppe darüber, ob und wie eigene Arbeiten gezeigt werden sollen.


Ein Leitprinzip der Gruppenarbeit ist die Förderung von Dialog und Teilhabe. Alle sollen sich ermutigt fühlen,

  • selbst das Wort zu ergreifen
  • Fragen zu stellen
  • die eigene Meinung zu sagen
  • Position zu beziehen
  • nachzufragen, wenn etwas nicht verstanden wurde.

Neben der Zielgruppe der Jugendlichen werden Fachkräfte im pädagogischen Bereich erreicht. Das Modellprojekt, sein Vorgehen und Ergebnisse werden dargestellt. Möglichkeiten und Grenzen der Teilhabe von „Menschen mit Behinderungen“ in dem Projekt werden praxisnah behandelt. Weitere Veranstaltungen (wie z.B. eine Fachtagung) werden durchgeführt.


Was bedeutet inklusive Medienarbeit?

Inklusion orientiert sich in diesem Projekt an der Vielfalt und individuellen Wertschätzung aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Anerkennung der Vielfalt, Förderung der Individualität und prinzipielle Wertschätzung des Einzelnen sind Grundprinzipien demokratischer Bildung. Inklusion erfordert eine differenzierte Sicht auf das Thema Behinderung mit den Möglichkeiten einer individuellen Förderung. In den betreuten Kleingruppen sollen Kinder/Jugendliche unter fachkundiger Anleitung selbst Video-Clips erstellen, sich in der Gruppe als Gestalter moderner Medien und als selbstverantwortlich Handelnde erleben, Aufgabenverteilungen absprechen. Die Ergebnisse der Gruppenarbeit werden in späteren Veranstaltungen in einem ansprechenden Rahmen präsentiert.


Wer wir sind…

Im Modellprojekt „Sozial und kompetent: Medienprojekte von und mit Kindern und Jugendlichen“ arbeiten drei Mitarbeiter_innen des Adolf-Bender-Zentrums.

  • Dr. Thomas Döring
    Pädagogischer Leiter
    thomas.doering@adolf-bender.de
    Tel.: 06851/808279-2
  • Florian Klein
    Politische Bildung, Medienkompetenz & Theaterpädagogik
    florian.klein@adolf-bender.de
    Tel.: 06851/808279-3
  • Doris Kreitner (Honorarkraft)

 


Das Modellprojekt wird über den Kinder- und Jugendplan des Bundes durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), dem saarländischen Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie sowie dem Landkreis Sankt Wendel gefördert. 


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