Projekt „Gleiches Recht für alle – Gegen Ausgrenzung und Diskriminierung“

Was ist das Projekt „Gleiches Recht für alle – Gegen Ausgrenzung und Diskriminierung“?

Ausgehend von dem Gedanken, die Lebenswelten verschiedener junger Menschen miteinander zu verknüpfen und den eigenen Erfahrungshorizont zu erweitern, sollen im Rahmen des Projektes Jugendliche verschiedener Einrichtungen/Vereine/Schulen etc. zusammenarbeiten und zu Mentoren ausgebildet werden. Für die Zusammensetzung der Projektgruppe bedeutet dies: 4-5 Jugendliche aus einer Jugendeinrichtung bilden mit 4-5 Jugendlichen einer anderen Institution eine gemeinsame Projektgruppe.

Im Projekt sollen Jugendliche zu Mentoren und starken Persönlichkeiten ausgebildet werden, die ein breites Wissen zum Themenkomplex Menschenrechte besitzen. Zudem werden ihre sozialen und medialen Kompetenzen, ihre Argumentations- und Kommunikationsfähigkeiten sowie ihre Fähigkeit, Probleme zu lösen gefördert. Die Mentorenausbildung befähigt die Jugendlichen dazu, ihre Erfahrungen und ihr Wissen über Menschenrechte und Diskriminierung direkt in die eigene Einrichtung hineinzutragen. Das heißt, sie sind Ansprechpartner für Gleichaltrige, wenn es um Themen wie Ausgrenzung und Diskriminierung geht, und können bei Konflikten vermitteln.

Neben der Ausbildung zum Mentoren entstand innerhalb des Projekts in Zusammenarbeit mit mehreren Jugendgruppen ein Film zum Thema Euthanasie im Nationalsozioalismus. Der Film „Fredi Wiedersporn -Ein geraubtes Leben“ wurde in vier Versionen – ohne und mit Untertiteln, mit Audiodeskription und Übersetzung in Gebärdensprache – produziert, so dass er möglichst barrierefrei einer besonders großen Gruppe zur Verfügung steht.


Was wird im Rahmen des Projekts gemacht?

  • Workshop zum Thema Menschenrechte (Was ist das? Was hat das mit mir zu tun? Warum sind Menschenrechte wichtig?)
  • Workshop zu den Themen Ausgrenzung und Diskriminierung (Wer wird ausgegrenzt? Und warum? Was kann ich dagegen tun?)
  • Forschen in der Vergangenheit: Menschenrechtsverletzungen im Dritten Reich – „Euthanasie“ im Saarland.
    Zeitzeugengespräch mit Angehörigen von Euthanasie-Opfern.
  • Medien-Workshop: Wie bediene ich eine Filmkamera? Wie erstelle ich Filmclips mit dem Tablet? Wie präsentiere ich mich selbst vor der Kamera bzw. vor Publikum? Erstellung eines Kurzfilms zum Thema Menschenrechte, Diskriminierung und/oder Ausgrenzung.
  • Die Jugendlichen laden einen Fachvertreter zu einem Expertengespräch ein (z.B. einen Rassismusexperten oder einen Integrationsbeauftragten).

Am Ende der Projektphase finden zwei Abschlussveranstaltungen in den beteiligten Einrichtungen statt, in deren Rahmen die Jugendlichen die erarbeiteten Ergebnisse vor Freunden, Eltern und Interessierten präsentieren.


Wer wir sind…

Im Modellprojekt „Gleiches Recht für alle – Gegen Ausgrenzung und Diskriminierung“ arbeiten drei Mitarbeiter des Adolf-Bender-Zentrums.

  • Dr. Thomas Döring
    Pädagogischer Leiter
    thomas.doering@adolf-bender.de
    Tel.: 06851/808279-2
  • Stefanie Hennrich
    Medienprojektarbeit, Politische Bildung
    stefanie.hennrich@adolf-bender.de
    Tel.: 06851/808279-5

 


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